Chicago – Die beeindruckende Metropole am Ufer des Lake Michigan fasziniert durch eine einzigartige Mischung aus weltberühmter Architektur, lebendiger Kulturgeschichte und einer kulinarischen Szene, die weit über die Grenzen von Illinois hinaus bekannt ist. Wer eine Reise in die drittgrößte Stadt der USA plant, steht oft vor einer gewaltigen Auswahl an Möglichkeiten. Chicago, auch liebevoll als „Windy City“ bezeichnet, zieht Reisende sofort in ihren Bann, wenn der Blick das erste Mal über die monumentale Skyline schweift.
Damit der Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis wird, solltet ihr euch gut vorbereiten und die Stadt abseits der reinen Postkartenmotive erkunden. Jeder Stadtteil hat seinen eigenen Charakter, und die Kontraste zwischen den glitzernden Wolkenkratzern und den entspannten Sandstränden direkt an der Stadtgrenze könnten kaum größer sein.
Um das Beste aus der Reise herauszuholen, hilft es, die Logistik, die kulinarischen Bräuche und die versteckten Highlights der Einheimischen zu kennen. Mit den passenden Ratschlägen spart ihr nicht nur Zeit und bares Geld, sondern taucht auch tief in das echte Lebensgefühl dieser historischen Arbeiterstadt ein, die sich längst zu einem modernen Kulturzentrum entwickelt hat. Macht euch bereit für eine Entdeckungstour.
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Die Architektur-Bootstour der Chicago Architecture Center (CAC)
Wenn es eine Aktivität gibt, die bei keinem Besuch in Chicago fehlen darf, dann ist es eine Fahrt auf dem Chicago River. Das Besondere an der Tour der Chicago Architecture Center ist die Tatsache, dass die Guides zertifizierte Ehrenamtliche sind, die eine tiefe Leidenschaft für die Geschichte ihrer Stadt mitbringen. Während das Boot gemächlich zwischen den riesigen Wolkenkratzern hindurchgleitet, erfahrt ihr alles über den großen Brand von 1871 und wie Chicago danach zur Geburtsstätte des modernen Hochhausbaus wurde.
Die Perspektive vom Wasser aus ist absolut einmalig und bietet fantastische Fotomotive, die ihr vom Gehweg aus niemals einfangen könntet. Ihr solltet diese Tour unbedingt für die ersten Tage eures Aufenthalts einplanen, da sie euch eine wunderbare Orientierung und ein tiefes Verständnis für das Stadtbild vermittelt.
Bucht die Tickets am besten weit im Voraus, da die Fahrten besonders am späten Nachmittag, wenn das Licht golden wird, extrem populär und schnell ausgebucht sind. Denkt auch daran, eine leichte Jacke einzupacken, da der Wind auf dem Fluss selbst im Hochsommer überraschend frisch sein kann. Es ist die perfekte Kombination aus Entspannung und Kultur, die den Geist Chicagos perfekt einfängt.
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Den Chicago Architecture Center First Look nutzen
Bevor ihr euch ins Getümmel der Großstadt stürzt, empfiehlt sich ein Besuch im eigentlichen Hauptquartier des Chicago Architecture Center direkt an der Michigan Avenue. Viele Touristen übersehen dieses Juwel und verpassen dabei eine großartige Einführung in die Stadtplanung. Das Highlight der Ausstellung ist ein riesiges, interaktives 3D-Modell der Stadt, das mehr als 4.000 Gebäude im Miniaturformat zeigt.
Hier könnt ihr die Entwicklung der Stadt von einer kleinen Handelsstation hin zur Metropole visuell nachvollziehen. Licht- und Videoshows projizieren die Wachstumsphasen direkt auf das Modell, was extrem faszinierend zu beobachten ist. Es hilft euch ungemein, die Dimensionen der Stadt zu verstehen und eure täglichen Routen besser zu planen. Zudem gibt es wechselnde Ausstellungen über nachhaltiges Bauen und die Zukunft des urbanen Wohnens weltweit.
Der Eintritt ist absolut erschwinglich und oft in Kombination mit den Bootstouren erhältlich. Nutzt diesen Stopp, um euch einen Überblick zu verschaffen, bevor ihr die echten Wolkenkratzer aus nächster Nähe bestaunt. Es schärft euren Blick für die architektonischen Details, die euch im Laufe der Reise überall begegnen werden.

Deep Dish Pizza richtig bestellen und Wartezeiten einplanen
Die legendäre Chicago Deep Dish Pizza ist kein Snack für zwischendurch, sondern eine ausgewachsene, zentimeterdicke Institution. Mit ihrer umgedrehten Schichtung – der Käse liegt direkt auf dem Teig, gefolgt von den Zutaten und einer dicken Schicht Tomatensauce obenauf – gleicht sie eher einem herzhaften Kuchen.
Wenn ihr Traditionslokale wie Lou Malnati’s (↗ jetzt Tisch reservieren*), Giordano’s oder Pizano’s (↗ jetzt Tisch reservieren*) besuchen möchtet, müsst ihr euch auf lange Wartezeiten einstellen. Ein wichtiger Insider-Tipp: Die Zubereitung einer solchen Pizza dauert in der Regel 35 bis 45 Minuten, da sie langsam im Ofen backen muss. Viele Restaurants erlauben es euch daher, die Bestellung bereits aufzugeben, während ihr noch auf einen freien Tisch wartet. Nutzt diese Option unbedingt, um den Hunger im Zaum zu halten.
Unterschätzt auch niemals die Sättigungskraft dieser Spezialität; eine mittlere Pizza reicht für zwei bis drei hungrige Personen vollkommen aus. Wer es etwas weniger touristisch mag, probiert die “Tavern Style Pizza” – eine dünne, knusprige Variante, die in Quadrate geschnitten wird und bei den Einheimischen in Chicago eigentlich viel öfter auf den Tisch kommt als die mächtige Deep Dish Variante.
Das Cloud Gate im Millennium Park zu Randzeiten besuchen
Das berühmte “The Bean” (die Bohne), offiziell Cloud Gate genannt, ist das absolute Wahrzeichen der Stadt. Die riesige, spiegelnde Skulptur des Künstlers Anish Kapoor zieht zu jeder Tageszeit riesige Menschenmassen an, die alle das perfekte Selfie in der gekrümmten Oberfläche suchen. Wenn ihr das Kunstwerk jedoch in Ruhe erleben und Fotos ohne hunderte andere Touristen machen möchtet, müsst ihr früh aufstehen.
Zwischen 6:00 und 7:30 Uhr morgens habt ihr die Bohne oft fast für euch allein. Zu dieser Zeit spiegelt sich das sanfte Licht der aufgehenden Sonne über dem Lake Michigan in der makellosen Edelstahlstruktur, was eine magische Atmosphäre erzeugt. Zudem könnt ihr dann die beeindruckende Symmetrie der umliegenden Skyline ohne visuelle Ablenkung im Kunstwerk bewundern.
Der Millennium Park ist weitläufig und bietet morgens eine wunderbare Ruhe, bevor die Stadt erwacht. Verbindet den frühen Ausflug am besten mit einem Spaziergang zur nahegelegenen BP Pedestrian Bridge, einer geschwungenen Fußgängerbrücke, die ebenfalls fantastische Ausblicke bietet. Geduld und ein früher Wecker zahlen sich an diesem Hotspot definitiv aus, um die wahre Ästhetik der Skulptur zu erfassen.

Das Skydeck Chicago vs. 360 Chicago: Die richtige Wahl treffen
Chicago bietet zwei gigantische Aussichtsplattformen, die jeweils ein völlig unterschiedliches Erlebnis bieten. Das Skydeck befindet sich im Willis Tower (dem ehemaligen Sears Tower) im Financial District. Hier steht ihr im 103. Stockwerk auf “The Ledge”, einer Reihe von ausfahrbaren Glasbalkonen, die euch direkt über den Abgrund blicken lassen – nichts für schwache Nerven, aber ein absoluter Adrenalinkick.
Auf der anderen Seite steht das 360 Chicago im John Hancock Center an der Magnificent Mile. Diese Plattform besticht durch ihren unschlagbaren Blick auf den Lake Michigan und die kilometerlangen Strände der Stadt. Hier gibt es zudem den “TILT”, eine Glaswand, die sich langsam nach außen über die Kante des Gebäudes neigt.
Wer den Nervenkitzel sucht und den geschichtsträchtigen Willis Tower erleben will, wählt das Skydeck. Wer den schöneren Blick auf das Zusammenspiel von Wasser und Wolkenkratzern bevorzugt und vielleicht am Abend bei einem Drink entspannen möchte, ist im 360 Chicago besser aufgehoben. Am besten besucht ihr eine Plattform tagsüber und die andere zum Sonnenuntergang, um beide Facetten der Stadt zu erleben.
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Mit dem Chicago CityPASS bares Geld sparen
Ein Städtetrip nach Chicago kann das Budget schnell belasten, da die Eintrittspreise für die Top-Attraktionen recht hoch sind. Wenn ihr plant, das Shedd Aquarium, das Field Museum, das Art Institute oder die Aussichtsplattformen zu besuchen, solltet ihr euch unbedingt den Chicago CityPASS zulegen. Mit diesem Ticket spart ihr fast die Hälfte der regulären Eintrittspreise im Vergleich zu Einzeltickets.
Ein weiterer, unschätzbarer Vorteil ist der “Fast Pass”-Zugang bei vielen der teilnehmenden Sehenswürdigkeiten. Ihr dürft an den oft extrem langen regulären Warteschlangen vorbeigehen, was euch gerade in den Hauptreisemonaten wertvolle Urlaubszeit spart. Der Pass ist ab der ersten Nutzung für neun aufeinanderfolgende Tage gültig, sodass ihr euren Aufenthalt absolut stressfrei und flexibel gestalten könnt.
Ladet euch die App direkt auf das Smartphone, um die QR-Codes jederzeit griffbereit zu haben. Achtet darauf, für einige der beliebtesten Attraktionen wie das Shedd Aquarium trotz des Passes vorab eine Zeitfenster-Reservierung online vorzunehmen, da der Einlass streng limitiert ist. So optimiert ihr euer Budget und eure Zeit perfekt.
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Den Lakefront Trail für Spaziergänge oder Radtouren nutzen
Viele Reisende vergessen, dass Chicago direkt an einem der größten Süßwasserseen der Welt liegt, der sich an manchen Tagen wie ein offenes Meer anfühlt. Der Lakefront Trail ist ein gut ausgebauter, asphaltierter Weg, der sich über fast 30 Kilometer entlang des Ufers des Lake Michigan erstreckt. Er trennt die Wolkenkratzer visuell vom tiefblauen Wasser und ist das Naherholungsgebiet schlechthin für die Einwohner.
Ihr könnt euch an zahlreichen Stationen in der Stadt ein “Divvy Bike” – das öffentliche Fahrradverleihsystem – mieten und den Weg flexibel erkunden. Die Strecke führt vorbei an wunderschönen Parks, Yachthäfen und den Sandstränden der Stadt, wie dem beliebten North Avenue Beach.
Eine Radtour in Richtung Norden bringt euch zu ruhigeren Abschnitten und bietet gleichzeitig einen atemberaubenden, kontinuierlichen Blick zurück auf die Skyline. Es ist der ideale Ausgleich zum oft hektischen Treiben im Stadtzentrum. Packt euch ein kleines Picknick ein, setzt euch auf die Steinstufen am Ufer und genießt die frische Brise. Der Trail zeigt Chicago von seiner sportlichen, entspannten und naturnahen Seite.
Chicago Cultural Center: Das kostenlose Kultur-Highlight
Ein echter Geheimtipp, der in vielen Reiseführern nur am Rande erwähnt wird, ist das Chicago Cultural Center. Das historische Gebäude liegt direkt gegenüber dem Millennium Park und der Eintritt ist komplett kostenlos. Ursprünglich wurde es als erste öffentliche Bibliothek der Stadt erbaut und glänzt mit einer prachtvollen Architektur aus dem späten 19. Jahrhundert.
Das absolute Prachtstück im Inneren ist die größte Tiffany-Glaskuppel der Welt, die aus tausenden von schimmernden Glasstücken besteht. Wenn das Tageslicht durch die Kuppel fällt, entsteht ein atemberaubendes Farbenspiel, das jeden Besucher ins Staunen versetzt. Neben der Architektur bietet das Center ständig wechselnde, kostenlose Kunstausstellungen, Live-Musik, Tanzperformances und Vorträge lokaler Künstler.
Es ist ein wunderbarer Ort, um der Sommerhitze oder einem plötzlichen Regenschauer zu entkommen und gleichzeitig hochkarätige Kultur zu erleben. Nehmt euch die Zeit, die monumentalen Treppenhäuser aus Carrara-Marmor zu erklimmen und die detailreichen Mosaike an den Wänden zu bewundern. Hier erlebt ihr den historischen Reichtum Chicagos in einer sehr eleganten und zugänglichen Form.
Die Viertel jenseits des “Loop” erkunden (Wicker Park, Logan Square)
Das Stadtzentrum Chicagos, auch bekannt als “The Loop”, ist beeindruckend, aber das wahre, alltägliche Leben der Stadt spielt sich in den umliegenden Stadtvierteln (Neighborhoods) ab. Ihr solltet unbedingt die blaue Linie der Hochbahn nehmen und in Richtung Nordwesten nach Wicker Park oder Logan Square fahren.
Wicker Park ist bekannt für seine lebendige Indie-Szene, skurrile Plattenläden, Vintage-Boutiquen und eine fantastische Dichte an gemütlichen Cafés und handwerklichen Bäckereien. Hier könnt ihr stundenlang durch die Straßen schlendern und die kreative Atmosphäre genießen.
Logan Square hingegen besticht durch seine historischen Alleen, wunderschöne viktorianische Häuser und eine der besten Gastronomieszenen der Stadt mit Fokus auf “Farm-to-Table”-Restaurants und Mikrobrauereien.
In diesen Vierteln trefft ihr auf Musiker, Künstler und junge Familien, und die Preise in den Restaurants sind oft deutlich günstiger als im touristischen Zentrum. Diese Erkundungen verleihen eurer Reise Tiefe und zeigen euch, warum die Einwohner so stolz auf die Vielfalt ihrer Stadtteile sind. Jedes Viertel hat seinen eigenen, unverwechselbaren Rhythmus.
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Das Art Institute of Chicago strategisch besuchen
Das Art Institute of Chicago gehört zu den bedeutendsten Kunstmuseen der Welt und beherbergt eine der größten Sammlungen impressionistischer und postimpressionistischer Malerei außerhalb von Paris. Meisterwerke von Kunstlegenden wie Georges Seurat, Vincent van Gogh, Claude Monet und das ikonische Gemälde “American Gothic” von Grant Wood sind hier ausgestellt.
Da das Museum gigantische Ausmaße hat, solltet ihr euren Besuch unbedingt strategisch planen, anstatt einfach planlos durch die Gänge zu laufen. Holt euch am Eingang einen Orientierungsplan und pickt euch die Abteilungen heraus, die euch am meisten interessieren. Der moderne Flügel (Modern Wing), entworfen von Stararchitekt Renzo Piano, ist ein absolutes Muss für Liebhaber zeitgenössischer Kunst und bietet zudem eine tolle Aussicht auf den Millennium Park.
Plant mindestens drei bis vier Stunden ein und nutzt die frühen Vormittagsstunden unter der Woche, um den größten Besucherströmen zu entgehen. Ein Besuch im Museumscafé oder im Skulpturengarten bietet sich für eine kurze Pause an, um die Füße auszuruhen, bevor ihr eure kulturelle Entdeckungstour fortsetzt.
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Die historische Hochbahn “L” als günstiges Sightseeing nutzen
Die Hochbahn von Chicago, von den Einheimischen einfach nur “L” (kurz für “elevated”) genannt, ist nicht nur ein praktisches Transportmittel, sondern ein echtes Stück lebendige Stadtgeschichte. Die ratternden Züge auf den historischen Stahlgerüsten prägen das Stadtbild maßgeblich. Besonders die Linien, die den zentralen Bereich des “Loop” umkreisen (wie die Brown Line), bieten eine fantastische und extrem günstige Möglichkeit für eine Stadtrundfahrt.
Für den Preis eines einfachen Tickets könnt ihr euch an ein Fenster setzen und auf Höhe des ersten oder zweiten Stockwerks direkt an den Fassaden der Bürogebäude und Wohnungen vorbeifahren. Das vermittelt ein herrlich urbanes Lebensgefühl, das ihr aus zahlreichen Hollywood-Filmen kennt.
Kauft euch am besten direkt am ersten Tag ein unbegrenztes 3-Tages- oder 7-Tages-Ticket (Ventra Card), damit ihr die Bahn und die Busse so oft nutzen könnt, wie ihr wollt. Die Züge fahren regelmäßig und bringen euch sicher in fast jede Ecke der Stadt. Es ist ein authentisches Fortbewegungsmittel, das euch mitten in den Puls der Stadt versetzt.

Die lebendige Jazz- und Blues-Geschichte live erleben
Chicago ist weltberühmt für seinen ganz eigenen Blues- und Jazz-Stil, der im Zuge der großen Migrationswellen aus dem Süden der USA hier eine neue Heimat fand. Ein Besuch in einem der historischen Live-Clubs gehört zum absoluten Pflichtprogramm am Abend.
Das “Buddy Guy’s Legends” ist eine Institution, die vom Namensgeber selbst, einer echten Blues-Legende, betrieben wird – mit etwas Glück steht der Meister dort sogar noch selbst auf der Bühne. Ein weiterer geschichtsträchtiger Ort ist die “Green Mill Cocktail Lounge” im Viertel Uptown. Dieser Club verzaubert mit einer originalen Art-déco-Einrichtung aus den 1930er Jahren und war einst ein berüchtigter Treffpunkt von Al Capone; man kann dort sogar noch an seinem Lieblingstisch sitzen.
Die Musikqualität in diesen Clubs ist durchgehend phänomenal. Erscheint an den Wochenenden sehr früh, da keine Reservierungen angenommen werden und die Schlangen vor der Tür lang werden können. Richtet euch darauf ein, bar zu bezahlen, da viele der traditionsreichen Jazz-Bars bis heute keine Kreditkarten akzeptieren. Es ist ein Abend voller Atmosphäre und Seele.
Ein Sportspiel besuchen (Wrigley Field oder United Center)
Die Sportbegeisterung in Chicago ist legendär und tief in der Identität der Stadt verwurzelt. Selbst wenn ihr keine großen Sportfans seid, wird euch die Energie bei einem Live-Spiel mitreißen. Das absolute Highlight für Nostalgiker ist ein Baseballspiel der Chicago Cubs im historischen Wrigley Field. Es ist das zweitälteste Stadion der USA und berühmt für seine mit Efeu bewachsenen Außenmauern und die manuelle Anzeigetafel.
Die Atmosphäre im umliegenden Viertel “Wrigleyville” vor und nach dem Spiel ist eine einzige große Party. Wenn ihr während der Basketball- oder Eishockey-Saison in der Stadt seid, solltet ihr euch Tickets für das United Center sichern, um die Chicago Bulls oder die Blackhawks anzufeuern. Schon die Statue von Michael Jordan in der Eingangshalle des Stadions sorgt für Gänsehaut.
Die Ticketpreise können je nach Gegner stark variieren, aber die Erfahrung, mit tausenden Einheimischen mitzufiebern, eine typische Stadion-Hotdog-Spezialität zu essen und die gigantischen Shows in den Pausen zu erleben, ist jeden Cent wert. Es ist ein echtes Stück amerikanischer Kultur.
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Den Chicago Riverwalk am späten Nachmittag entlangschlendern
Der Chicago Riverwalk ist eine wunderschön gestaltete Fußgängerpromenade, die sich unterhalb der Straßenebene direkt entlang des Chicago River erstreckt. Wo früher triste Betonmauern waren, findet ihr heute eine lebendige Oase mit kleinen Weinbars, gemütlichen Cafés, Sitzstufen zum Verweilen und Verleihstationen für Kajaks.
Der beste Zeitpunkt für einen Spaziergang ist der späte Nachmittag. Wenn sich die Sonne langsam senkt, spiegeln sich die Lichter der umliegenden Wolkenkratzer im Wasser, und die Atmosphäre wird herrlich entspannt. Ihr könnt den Pendlern zusehen, wie sie zu den Wassertaxis hasten, oder einfach die Boote beobachten, die gemächlich vorbeiziehen. Entlang des Weges gibt es auch immer wieder interessante Kunstinstallationen und historische Informationstafeln zu entdecken.
An heißen Sommertagen ist es hier spürbar kühler als oben auf den Straßen. Holt euch ein kaltes Getränk, sucht euch einen Platz auf den großen Betontreppen (“The Theater”) und genießt das urbane Schauspiel. Es ist der perfekte Ort, um einen ereignisreichen Sightseeing-Tag Revue passieren zu lassen.
Den Lincoln Park und den kostenlosen Zoo besuchen
Wenn ihr der Hektik der Innenstadt für eine Weile entfliehen möchtet, solltet ihr euch auf den Weg nach Norden in den Lincoln Park machen. Dieser riesige Stadtpark grenzt direkt an den Lake Michigan und bietet weite Grünflächen, idyllische Teiche und wunderschöne Spazierwege.
Das absolute Highlight im Park ist der Lincoln Park Zoo. Er ist einer der letzten verbliebenen Zoos in den USA, der komplett kostenlos besucht werden kann. Trotz des freien Eintritts ist die Anlage wunderschön gepflegt und beherbergt eine Vielzahl von Tieren, von Löwen und Gorillas bis hin zu Pinguinen.
Ein besonderer Fotospot im Park ist der Steg über den “South Pond”. Von dort aus habt ihr einen der berühmtesten und schönsten Ausblicke auf die Skyline von Chicago, bei dem sich die modernen Hochhäuser malerisch hinter den Bäumen und dem Wasser erheben.
Verbindet den Besuch mit einem Abstecher in das nahegelegene Lincoln Park Conservatory, ein historisches Gewächshaus mit exotischen Pflanzen, das ebenfalls kostenfrei zugänglich ist. Es ist ein wunderbarer, budgetschonender Ausflug für die ganze Familie.

Fazit – Chicago wird Euch begeistern
Ein Aufenthalt in Chicago hinterlässt garantiert bleibende Eindrücke, denn die Stadt versteht es wie kaum eine andere Metropole in den USA, dramatische Urbanität mit einer tiefen, bodenständigen Herzlichkeit zu verbinden. Von den schwindelerregenden Höhen der Wolkenkratzer über die geschichtsträchtigen Wellen des Lake Michigan bis hin zu den jazzigen Klängen in den traditionsreichen Clubs der Stadtviertel bietet Chicago eine enorme Vielfalt an Erlebnissen.
Wenn ihr die hier vorgestellten Ratschläge beherzigt, die Logistik der Stadt geschickt nutzt und euch auch mal bewusst aus dem geschäftigen Zentrum in die kreativen Außenbezirke wagt, werdet ihr den wahren Charakter der Windy City schnell verinnerlichen. Chicago ist keine Stadt, die man nur flüchtig besichtigen sollte; man muss sie schmecken, hören und erwandern. Ob bei einer entspannten Bootstour auf dem Fluss, beim Mitfiebern im historischen Baseballstadion oder beim Genuss einer deftigen Deep Dish Pizza – die Mischung aus Kultur, Geschichte und Lebensfreude ist absolut ansteckend.
Packt eure Koffer mit der passenden Kleidung für das wechselhafte Wetter, plant eure Routen flexibel und lasst euch auf das Abenteuer ein. Chicago wird euch mit offenen Armen empfangen und begeistert wieder verabschieden.

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