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Ein großer Betondamm des Hoover Dam überspannt einen tiefblauen Stausee mit aus dem Wasser ragenden Einlauftürmen. Im Hintergrund sind felsige, braune Hügel und eine Brücke unter einem klaren blauen Himmel zu sehen.

Hoover Dam erleben: Die besten Tipps für Euren Ausflug

Der Hoover Dam ist nicht einfach nur ein gigantisches Bauwerk aus Beton – er ist ein monumentales Zeugnis menschlichen Pioniergeistes, ein geschichtsträchtiges Meisterwerk der Ingenieurskunst und eines der faszinierendsten Ausflugsziele im Südwesten der USA. Eingebettet in die raue, karge Landschaft des Black Canyon, thront die gewaltige Talsperre an der Grenze zwischen den Bundesstaaten Nevada und Arizona.

Nur eine knappe Autostunde vom glitzernden Las Vegas Strip entfernt, erwartet Euch hier ein Kontrastprogramm, das sprachlos macht. Wo einst der ungezähmte Colorado River eine tiefe Schlucht grub, bändigen heute Millionen Tonnen Beton die Wassermassen und formen den riesigen Lake Mead. Ein Besuch dieses historischen Wahrzeichens lässt sich perfekt in jeden Roadtrip integrieren.

Ob Ihr die schiere Dimension des Bauwerks von der schwindelerregenden Aussichtsbrücke bewundert, tief in das Innere des Kraftwerks abtaucht oder die historischen Details der Entstehungszeit hautnah erlebt – der Staudamm bietet weit mehr als nur ein schnelles Fotomotiv. Bereitet Euch auf ein Erlebnis vor, das Architektur, Geschichte und Natur auf einzigartige Weise miteinander verbindet. In diesem umfassenden Bericht erfahrt Ihr alles, was Ihr für die perfekte Planung Eures Besuchs wissen müsst.

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Ein großer Stausee mit steilen Felswänden und einem sichtbaren weißen "Badewannenring", der den niedrigeren Wasserstand unter einem klaren blauen Himmel anzeigt.

Die Geschichte und Bedeutung des Hoover Dams

Um die Faszination dieses Ortes wirklich zu verstehen, hilft ein Blick zurück in die 1930er-Jahre. Inmitten der Großen Depression, einer Zeit schwerer Wirtschaftskrisen in den USA, startete das Mammutprojekt. Der unberechenbare Colorado River verursachte regelmäßig verheerende Überschwemmungen im landwirtschaftlich genutzten Imperial Valley in Kalifornien, während in den trockenen Sommermonaten das Wasser knapp wurde. Ein gewaltiges Kontrollbauwerk musste her.

Zwischen 1931 und 1936 schufteten Tausende von Arbeitern unter extremsten Bedingungen im unbarmherzigen Wüstenklima. Bei Sommertemperaturen von weit über 40 Grad Celsius im Canyon war die Arbeit nicht nur körperlich am Limit, sondern auch lebensgefährlich. Offiziell forderten die Bauarbeiten 96 Todesopfer – Männer, die als “High Scalers” angeseilt an den Felswänden hingen, um loses Gestein wegzusprengen, oder die in den engen, stickigen Umleitungstunneln an Hitzeschlag und Gasvergiftungen litten.

Trotz aller Widrigkeiten wurde der Staudamm, der ursprünglich als Boulder Dam bekannt war und später nach dem 31. US-Präsidenten Herbert Hoover benannt wurde, mehr als zwei Jahre vor dem Zeitplan fertiggestellt. Das Bauwerk erfüllte sofort mehrere essenzielle Zwecke: Es schützte die Region vor Fluten, sicherte die Trinkwasserversorgung für Millionen von Menschen in Südkalifornien, Arizona und Nevada und liefert bis heute enorme Mengen an sauberer Wasserkraft.

Blick auf den Hoover-Staudamm mit Einlauftürmen im Stausee, felsigen Hügeln im Hintergrund und einer großen Brücke, die den Canyon unter einem klaren blauen Himmel überspannt.

Architektur und technische Superlative

Wenn Ihr vor der Staumauer steht, werdet Ihr von den nackten Zahlen schier erschlagen. Der Hoover Dam ist eine sogenannte Bogengewichtsmauer. Das bedeutet, dass die Mauer sich elegant gegen die Fließrichtung des Wassers in den Canyon wölbt, wodurch der enorme Druck des Wassers zu den Seiten hin in die massiven Felswände abgeleitet wird.

  • Höhe: Stolze 221,4 Meter ragt die Mauer aus dem Fundament empor. Sie gehört damit zu den höchsten Talsperren der USA.
  • Länge: Die Krone des Damms erstreckt sich über eine Länge von 379 Metern.
  • Dicke: An der Basis ist die Mauer unglaubliche 201 Meter dick – das entspricht fast der Länge von zwei Fußballfeldern. An der Spitze verjüngt sie sich auf immerhin noch 14 Meter.
  • Betonmasse: Insgesamt wurden rund 2,5 Millionen Kubikmeter Beton im Damm selbst verbaut (zusammen mit den Kraftwerken und Nebengebäuden sogar 3,33 Millionen). Diese Menge würde ausreichen, um eine zweispurige Autobahn von San Francisco nach New York zu bauen.

Eine technische Besonderheit war die Kühlung des Betons. Hätte man die Mauer in einem einzigen Block gegossen, hätte der Beton aufgrund der chemischen Prozesse beim Abkühlen schätzungsweise 125 Jahre gebraucht, um vollständig auszuhärten, und wäre durch die Hitze gerissen. Ingenieure erfanden daher ein System aus trapezförmigen Betonblöcken, durch die meilenweit Kühlleitungen mit eiskaltem Wasser verlegt wurden. Nach dem Aushärten wurden die Rohre mit Zement verfüllt – ein genialer Schachzug der damaligen Zeit.

Ein tiefblauer Stausee, umrahmt von felsigen, braunen Bergen mit einem Betonbauwerk, das am anderen Ufer unter einem klaren blauen Himmel zu sehen ist.

Anreise und Lage: So kommt Ihr hin

Der Hoover Dam liegt etwa 50 Kilometer südöstlich von Las Vegas. Die Anfahrt ist denkbar unkompliziert und lässt sich hervorragend mit dem eigenen Mietwagen oder Camper bewältigen.

Mit dem Auto von Las Vegas aus

Von Las Vegas aus folgt Ihr der Interstate 11 (I-11) in Richtung Süden, vorbei an der Stadt Boulder City. Kurz vor der Grenze zu Arizona nehmt Ihr die Ausfahrt 2 auf den Nevada State Route 172 (Hoover Dam Access Road). Diese Straße führt Euch direkt hinunter zum Staudamm. Die reine Fahrzeit beträgt je nach Verkehrslage etwa 40 bis 45 Minuten.

Die Sicherheitskontrolle

Bevor Ihr das eigentliche Gelände des Hoover Dams erreicht, müsst Ihr eine obligatorische Sicherheitskontrolle (Security Checkpoint) passieren. Da es sich um eine kritische Infrastruktur der USA handelt, gelten hier strenge Regeln. Alle Fahrzeuge werden stichprobenartig kontrolliert. Übergroße Gepäckstücke, Waffen, Drohnen und Marihuana (das zwar in Nevada legal ist, auf federalem Gelände des Damms aber strengstens verboten bleibt) dürfen nicht mitgeführt werden. Stellt Euch in den Hauptverkehrszeiten auf kurze Wartezeiten ein.

Ein weiter Blick auf den Hoover-Staudamm mit seinen Betontürmen und der gekrümmten Wand, die eine felsige Schlucht überspannt. Entlang der Straße, die um den Damm herumführt, sind mehrere Autos geparkt, und im Hintergrund erheben sich die Berge bei klarem Himmel.

Parken am Hoover Dam: Optionen und Kosten

Sobald Ihr die Sicherheitskontrolle hinter sich gelassen habt, erreicht Ihr die Parkmöglichkeiten. Hier gibt es zwei Optionen, je nachdem, wie gut Ihr zu Fuß seid und ob Ihr Gebühren sparen möchtet.

Das Parkhaus auf der Nevada-Seite (Kostenpflichtig)

Direkt neben dem Besucherzentrum auf der Nevada-Seite befindet sich ein großes, mehrstöckiges Parkhaus.

  • Kosten: 10 USD (Bar oder Kreditkarte).
  • Vorteil: Es ist der schattigste Platz für Euer Auto (wichtig im Sommer!) und Ihr seid in wenigen Schritten am Visitor Center und den Tour-Eingängen.
  • Einschränkung: Wohnmobile, Fahrzeuge mit Anhängern oder Fahrzeuge, die höher als 2,90 Meter sind, können hier nicht parken.

Die Parkplätze auf der Arizona-Seite (Teils kostenlos)

Wenn Ihr die Staumauer komplett überquert, fahrt Ihr automatisch von Nevada nach Arizona. Auf dieser Seite der Schlucht findet Ihr mehrere Open-Air-Parkplätze (Lots 9, 10, 11 bis 14).

  • Der erste Platz (Lot 9): Kostet ebenfalls 10 USD.
  • Die oberen Plätze (Lots 11–14): Diese Plätze weiter oben am Hang sind kostenlos.
  • Hinweis: Wenn Ihr hier parkt, müsst Ihr einen Fußweg von etwa 5 bis 15 Minuten bergab zur Staumauer in Kauf nehmen. Bei extremer Sommerhitze kann der Rückweg bergauf anstrengend werden. Für Wohnmobile sind diese oberen Plätze jedoch oft die einzige Möglichkeit.

Felsige Hänge mit verstreuten kleinen grünen Pflanzen unter einem klaren blauen Himmel; oben rechts im Bild ist ein Hochspannungsmast zu sehen.

Die Highlights vor Ort: Was Ihr unbedingt sehen müsst

Ein Besuch am Hoover Dam besteht aus weit mehr als nur dem Blick über das Geländer. Plant ausreichend Zeit ein, um die verschiedenen Facetten des Geländes zu erkunden.

Die Fahrt und der Spaziergang über die Staumauer

Es ist ein besonderes Gefühl, über die Grenze zweier Bundesstaaten zu laufen. Auf der Mitte des Damms markieren Schilder den Übergang von Nevada nach Arizona. Da die beiden Staaten in unterschiedlichen Zeitzonen liegen (Nevada nutzt die Pacific Time, Arizona die Mountain Time), wechselt Ihr beim Überqueren theoretisch die Uhrzeit – zumindest im Winter, da Arizona die Sommerzeit nicht mitmacht. Achtet auf die architektonischen Details im Art-Déco-Stil, die dem funktionalen Bauwerk eine zeitlose Eleganz verleihen.

Die Nachbildung der “Wings of the Republic”

Auf der Nevada-Seite stoßt Ihr auf ein beeindruckendes Denkmal: zwei monumentale, über vier Meter hohe Bronzestatuen mit Engelsflügeln, die sogenannten Wings of the Republic. Sie symbolisieren den Stolz und die Innovationskraft der Nation. Der Boden um die Statuen herum ist mit einem kunstvollen Terrazzo-Mosaik verziert, das eine astronomische Sternenkarte darstellt. Sie fixiert das exakte Datum der Einweihung des Damms durch Präsident Franklin D. Roosevelt am 30. September 1935. Es gilt unter Touristen als Glücksbringer, die glänzenden Zehen der Statuen zu berühren.

Die vier Ansaugtürme (Intake Towers)

Im tiefblauen Wasser des Lake Mead ragen vier gewaltige, elegante Türme empor – jeweils zwei auf jeder Seite der Staatsgrenze. Diese Ansaugtürme leiten das Wasser aus dem Stausee durch riesige Rohre (sogenannte Penstocks) hinab in die Turbinen des Kraftwerks. Auch sie spiegeln den markanten Art-Déco-Stil wider und fügen sich harmonisch in die Monumentalität der Anlage ein.

Die Gedenktafel für die Erbauer und “High Scaler”

Vergesst nicht, den Mutigen zu gedenken. Nahe der Staumauer erinnert eine Gedenktafel an die Arbeiter, die beim Bau ihr Leben ließen. Die plastischen Darstellungen zeigen die berüchtigten “High Scaler”, die sich an Seilen hängend in die Tiefe stürzten, um die Felswände zu präparieren.

Ein großer Betondamm mit Einlauftürmen überspannt einen tiefblauen Stausee, umgeben von felsigen, kahlen Hügeln unter einem klaren blauen Himmel. Im Hintergrund sind Hochspannungsleitungen und eine Brücke zu sehen.

Der Blick von oben: Mike O’Callaghan–Pat Tillman Memorial Bridge

Bis zum Jahr 2010 führte der gesamte Durchgangsverkehr der US 93 direkt über die schmale Krone des Hoover Dams. Das sorgte für tägliche Staus und erhebliche Sicherheitsrisiken. Die Lösung war der Bau einer der spektakulärsten Brücken der USA: die Mike O’Callaghan–Pat Tillman Memorial Bridge.

Diese gigantische Bogenbrücke überspannt den Black Canyon etwa 460 Meter südlich des Damms in einer schwindelerregenden Höhe von 270 Metern über dem Colorado River. Sie ist die zweithöchste Brücke der Vereinigten Staaten und der längste Betonbogen in der westlichen Hemisphäre.

Der Pedestrian Walkway

Das Beste daran: Die Brücke verfügt über einen breiten, für Fußgänger freigegebenen Gehweg (Pedestrian Walkway), den Ihr komplett barrierefrei und kostenlos betreten könnt.

  • Anfahrt: Nutzt den Parkplatz „Tillman Bridge Plaza“ kurz vor dem Damm-Gelände. Von dort führt ein serpentinenartiger Fußweg mit Infotafeln hinauf zur Brücke.
  • Das Erlebnis: Der Ausblick von hier oben auf die gesamte Vorderseite der Hoover-Dam-Staumauer und den dahinter liegenden Lake Mead ist schlichtweg atemberaubend. Wenn Ihr unter Höhenangst leidet, kostet der Blick über das Geländer etwas Überwindung, doch dieses Fotomotiv solltet Ihr Euch keinesfalls entgehen lassen.

Eine felsige Uferlinie mit großen weißen Steinen grenzt an grünliches Wasser neben einer Klippe und einem Betonbauwerk. Die Felsen wirken trocken und kontrastieren mit dem dunklen, klaren Wasser.

Touren und Tickets: Ein Blick hinter die Kulissen

Während das reine Spazierengehen auf der Staumauer und der Brücke vollkommen kostenlos ist, lohnt sich der Kauf eines Tickets für das Besucherzentrum und die geführten Touren, um das Innere des Giganten zu verstehen.

Tickets können direkt vor Ort erworben werden, allerdings ist die umfassendste Tour oft frühzeitig ausgebucht. Es wird vom Bureau of Reclamation betrieben.

Ticket-Typ Enthaltene Leistungen Preis (ca.) Buchung
Visitor Center Admission Zugang zu den Ausstellungsräumen, dem 3D-Modell und der Aussichtsplattform. 10 USD Vor Ort oder Online
Powerplant Tour Eintritt Visitor Center + geführter Abstieg zu den riesigen Generatoren im Kraftwerk. 15 USD Vor Ort oder Online
Hoover Dam Tour Komplettpaket: Visitor Center, Kraftwerk + exklusive Begehung der historischen Kontrollgänge im Inneren der Mauer. 30 USD Nur vor Ort erhältlich

Das Besucherzentrum (Visitor Center)

Hier startet Ihr Eure Erkundung. Ein informativer Kurzfilm zeigt die dramatischen Bedingungen des Baus. Die angeschlossene Ausstellung bietet interaktive Displays zur Wasserwirtschaft des Westens, zu Flora und Fauna der Wüste und zur Funktionsweise der Stromerzeugung. Von der großen Aussichtsplattform auf dem Dach genießt Ihr einen hervorragenden Rundumblick.

Die Powerplant Tour (Kraftwerksführung)

Mit einem großen Aufzug fahrt Ihr rund 160 Meter tief in die Felswände des Canyons. Ihr spaziert durch einen der originalen Ausbuchtungstunnel und steht plötzlich auf einer Galerie mit Blick in den gewaltigen Generatorraum. Hier reihen sich die riesigen, sauberen Turbinen aneinander, die unablässig summen und Strom erzeugen. Durch große Fenster könnt Ihr zudem eines der massiven, über 9 Meter dicken Stahlrohre sehen, durch die das Wasser schießt.

Die geführte Hoover Dam Tour (Komplett-Tour)

Diese exklusivste Tour wird nur in kleinen Gruppen durchgeführt und ist für Kinder unter 8 Jahren nicht gestattet. Sie führt Euch tiefer in das Herz der Staumauer selbst. Ihr lauft durch die schmalen, kühlen Inspektionsgänge aus den 1930er-Jahren und könnt durch kleine Belüftungsöffnungen direkt aus der Mitte der Betonwand in die Tiefe des Canyons blicken. Da diese Tour nicht online reserviert werden kann, solltet Ihr bei Interesse direkt zur Öffnung um 9:00 Uhr morgens vor Ort sein.

Praktische Tipps für Euren Besuch

Damit Euer Ausflug zum Hoover Dam reibungslos verläuft, solltet Ihr einige Besonderheiten der Wüstenregion beachten.

  • Beste Tageszeit: Besucht den Damm entweder früh morgens (idealerweise direkt zur Öffnung des Parkhauses um 8:00 Uhr bzw. der Touren um 9:00 Uhr) oder am späten Nachmittag nach 15:00 Uhr. Zu diesen Zeiten meidet Ihr die großen Tourbusse aus Las Vegas und die extremste Mittagshitze.
  • Wetter und Kleidung: Im Black Canyon herrscht extremes Wüstenklima. Im Sommer steigen die Temperaturen regelmäßig auf über 45 Grad Celsius. Tragt leichte Kleidung, eine Kopfbedeckung und Sonnencreme. Da Ihr viel auf Beton lauft, sind bequeme Sneaker Pflicht.
  • Trinkwasser: Nehmt ausreichend Wasser mit. Auf der Staumauer selbst gibt es kaum Schatten. Im Inneren der klimatisierten Gebäude und Touren ist das Klima hingegen sehr angenehm (konstant um die 15–20 Grad im Damm).
  • Sicherheitsbestimmungen für Taschen: Große Rucksäcke oder Reisetaschen dürfen nicht mit auf die Touren genommen werden. Beschränkt Euch auf kleine Handtaschen oder Kamerataschen. Alle Gegenstände müssen wie am Flughafen durch ein Röntgengerät.

Ein Stausee, umgeben von steilen, felsigen Klippen mit deutlichen weißen mineralischen Linien, die den früheren Wasserstand anzeigen. An den Hängen wächst eine spärliche Wüstenvegetation unter einem klaren blauen Himmel.

Kombinationstipp: Lake Mead und Boulder City

Wenn Ihr den Ausflug zum Hoover Dam ausdehnen möchtet, bietet die unmittelbare Umgebung fantastische Ergänzungen.

Der Lake Mead

Der durch den Damm entstandene See ist der flächenmäßig größte künstliche See der USA. Das umliegende Gebiet steht als Lake Mead National Recreation Area unter Schutz. Ihr könnt hier an den Stränden picknicken, ein Boot oder Kajak mieten oder eine gemütliche Rundfahrt mit einem historischen Raddampfer (Desert Princess) auf dem See machen. Dabei seht Ihr den Staudamm noch einmal aus einer völlig anderen Perspektive vom Wasser aus.

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Boulder City

Diese charmante Kleinstadt wurde in den 1930er-Jahren exakt für die Arbeiter des Hoover Dams und deren Familien auf dem Reißbrett entworfen. Bis heute hat sich Boulder City einen ganz besonderen, historischen Kleinstadt-Charme bewahrt. Bemerkenswert: Es ist eine von nur zwei Städten in ganz Nevada, in denen das Glücksspiel streng verboten ist – Ihr sucht hier vergebens nach Casinos. Schlendert durch den historischen Distrikt, besucht das kostenlose Boulder City Hoover Dam Museum im altehrwürdigen Boulder Dam Hotel und genießt einen Kaffee in den liebevoll eingerichteten Cafés.

Ein großer Stausee mit steilen, felsigen Canyonwänden und einem deutlichen weißen "Badewannenring", der den früheren Wasserstand anzeigt, unter einem klaren blauen Himmel. Auf der rechten Seite ist spärliche Vegetation zu sehen.

Häufige Fragen (FAQ) zum Hoover Dam

Wie viel Zeit sollte man für den Besuch am Hoover Dam einplanen?

Wenn Ihr lediglich über die Staumauer spaziert, die Memorial Bridge besucht und ein paar Fotos machen möchtet, reichen 2 Stunden völlig aus. Wenn Ihr jedoch das Besucherzentrum besichtigt, an einer umfassenden Kraftwerksführung teilnehmt und die Ausstellungen in Ruhe genießen möchtet, solltet Ihr 3 bis 4 Stunden einplanen (zzgl. An- und Abreise).

Was kostet der Eintritt zum Hoover Dam?

Der Zugang zum Gelände, das Überqueren der Staumauer zu Fuß sowie der Zugang zur Aussichtsbrücke (Mike O'Callaghan-Pat Tillman Bridge) sind vollkommen kostenlos. Kosten fallen lediglich für das Parken (10 USD im Parkhaus/Lot 9) sowie für die optionalen Touren und das Besucherzentrum an (10 bis 30 USD).

Kann man den Hoover Dam von Las Vegas aus ohne Auto besuchen?

Ja, das ist problemlos möglich. Zahlreiche Veranstalter in Las Vegas bieten tägliche Halbtages- oder Ganztagestouren zum Hoover Dam an. Diese beinhalten meist den Transfer im klimatisierten Bus direkt vom Hotel, die Tickets für die Touren und oft einen Zwischenstopp in Boulder City oder am Lake Mead. Auch Kombinationen mit Helikopterflügen sind buchbar.

Warum ist der Wasserstand des Lake Mead so niedrig?

Wenn Ihr auf den Lake Mead blickt, fällt sofort der markante, weiße Rand an den Felswänden auf – oft scherzhaft als "Badewannenring" (bathtub ring) bezeichnet. Er zeigt den historischen Höchststand des Wassers. Durch langjährige Dürreperioden im Südwesten der USA, den Klimawandel und eine stetig steigende Wasserentnahme durch die angrenzenden Bundesstaaten ist der Wasserstand in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch gesunken.

Ist der Hoover Dam barrierefrei?

Ja, die wichtigsten Bereiche sind hervorragend für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen zugänglich. Das Parkhaus verfügt über entsprechende Stellplätze, das Besucherzentrum hat Aufzüge und die Powerplant Tour ist komplett barrierefrei gestaltet. Lediglich die exklusive Hoover Dam Tour durch die engen historischen Gänge ist für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nicht geeignet.

Fazit – Warum der Hoover Dam auf Eure Bucket-Liste gehört

Ein Ausflug zum Hoover Dam ist zweifellos ein absolutes Highlight jeder Reise durch den amerikanischen Südwesten. Das monumentale Bauwerk zieht einen vom ersten Moment an in seinen Bann – sei es durch die schiere Masse des verbauten Betons, die Eleganz der Art-Déco-Verzierungen oder die dramatische Entstehungsgeschichte, die untrennbar mit dem Schicksal der Arbeiter verknüpft ist.

Der Kontrast zwischen der rauen Wüstenlandschaft und dem tiefblauen Wasser des Lake Mead schafft zudem eine visuelle Kulisse, die Ihr so schnell nicht vergessen werdet. Dank der Nähe zu Las Vegas lässt sich der Besuch perfekt als Halbtagesausflug organisieren. Ob Ihr nun das Budget schont und die kostenlosen Aussichtspunkte sowie die beeindruckende Fußgängerbrücke nutzt, oder ob Ihr bei einer Führung tief in das summende Innere des Kraftwerks eintaucht – Ihr werdet das Gelände mit einer tiefen Bewunderung für die logistische und ingenieurstechnische Leistung der damaligen Epoche verlassen.

Packt genügend Trinkwasser ein, ladet Eure Kameraakkus auf und nehmt Euch die Zeit, diesen geschichtsträchtigen Giganten in all seinen Facetten zu erkunden. Euer Roadtrip-Abenteuer wird durch diesen Stopp garantiert um eine faszinierende Facette reicher.

Ein großer Betondamm des Hoover Dam überspannt einen tiefblauen Stausee mit aus dem Wasser ragenden Einlauftürmen. Im Hintergrund sind felsige, braune Hügel und eine Brücke unter einem klaren blauen Himmel zu sehen.

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Kathleen

Hi, ich bin Kathleen! Die USA haben mein Herz im Sturm erobert – von den Lichtern der Megacitys bis zur unendlichen Weite der Nationalparks. Auf Verliebt in die USA teile ich meine persönlichen Reiseerfahrungen, erprobte Routen und die besten Insider-Tipps mit dir, damit dein eigener Roadtrip unvergesslich wird. Planungsmut an, es geht los!

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