Wenn Ihr in New York City ankommt, gibt es diesen einen Moment, in dem die Stadt ihren ganzen Zauber offenbart. Er passiert, wenn Ihr den Kopf in den Nacken legt und die Spitze des Empire State Buildings seht, die sich wie ein stählerner Finger in den Himmel bohrt. Es ist nicht nur ein Gebäude; es ist der Inbegriff des New Yorker Traums, ein Art-Déco-Meisterwerk und ein Ort, an dem die Geschichte des 20. Jahrhunderts in jedem Zentimeter Kalkstein und Stahl steckt.
Wenn Ihr diesen Ort besucht, begebt Ihr euch nicht einfach nur auf eine Aussichtsplattform. Ihr tretet ein in eine Legende, die schon Generationen von Reisenden fasziniert hat. Von der imposanten Lobby, die euch mit ihrem goldenen Glanz in eine andere Zeit versetzt, bis hin zum Wind, der euch auf der 86. Etage um die Nase weht – das Empire State Building ist der Herzschlag Manhattans.
Dieser Beitrag führt euch durch alles, was ihr wissen müsst, um diesen Besuch nicht nur zu absolvieren, sondern ihn zu einer unvergesslichen Erinnerung zu machen, die tief in euch nachklingen wird, lange nachdem ihr wieder festen Boden unter den Füßen habt.
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Empire State Building – FAQ
Am Besten bucht Ihr direkt ein Ticket ohne Anstehen*, um auch die Schlange vor der Aussichtsplattform zu umgehen.

Ein Wettlauf in die Wolken: Geschichte und Legenden
Das Empire State Building ist ein Symbol der Hoffnung. Inmitten der Großen Depression errichtet, schoss es in atemberaubendem Tempo in die Höhe – in nur 410 Tagen wurde es fertiggestellt. Für die Arbeiter, die damals in schwindelerregender Höhe ohne Sicherheitsnetze balancierten, war es ein Job; für die Welt war es ein Beweis dafür, dass menschlicher Ehrgeiz keine Grenzen kennt. Und wenn Ihr heute davorsteht, könnt ihr fast noch den Lärm der Nieten und den Mut jener Männer spüren.
Natürlich kommt man an einem Namen nicht vorbei: King Kong. Der Riesenaffe hat das Gebäude in der Popkultur unsterblich gemacht. Doch auch abseits des Kinos hat das Gebäude eine Seele. Das Lichtspiel an seiner Spitze – die berühmten farbigen Strahler – ist heute ein ständiger Kommentar zum Zeitgeschehen, von den Farben der New York Knicks bis hin zu feierlichen Anlässen. Wenn ihr den Blick nach oben richtet, wisst ihr nie, welche Geschichte die Stadt euch gerade erzählen möchte.

Die 86. Etage: Das Herz des Wolkenkratzers
Die Aussichtsplattform im 86. Stockwerk ist der Ort, den Ihr aus unzähligen Filmen wie „Schlaflos in Seattle“ kennt. Es ist die höchste Open-Air-Sternwarte New Yorks, und genau das macht den Reiz aus. Wenn Ihr die schwere Tür nach draußen öffnet, werdet Ihr zuerst vom Wind begrüßt, der in dieser Höhe fast immer weht. Es gibt keine Glasscheiben, die eure Sicht oder eure Fotos stören könnten – nur ein klassisches Eisengitter, durch das Ihr die Kameraobjektive stecken könnt. Von hier aus habt Ihr einen 360-Grad-Blick, der euch die Sprache verschlagen wird. Ihr seht den Hudson River, den East River, die Brooklyn Bridge und tief unten das gelbe Ballett der Taxis auf der Fifth Avenue.
Das Besondere an dieser Etage ist die Atmosphäre. Es ist laut, es ist belebt, und man fühlt sich mit der Stadt verbunden. Ihr könnt die Architektur der umliegenden Art-Déco-Gebäude fast greifen. Viele Besucher verbringen hier Stunden, nur um zu beobachten, wie sich die Wolkenschatten über Manhattan bewegen.
Es ist ein Ort für echte Emotionen: Heiratsanträge sind hier an der Tagesordnung, und das ferne Summen der Stadt unter euch erinnert euch daran, dass Ihr gerade im Zentrum der Welt steht. Diese Plattform bietet das authentischste Erlebnis, weil Ihr die Elemente spürt – die Wärme der Sonne, die Kühle des Windes und das pulsierende Leben der Metropole tief unter euren Füßen.
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Die 102. Etage: Über den Dingen stehen
Wenn Ihr dachtet, der 86. Stock sei das Maximum, dann habt Ihr die 102. Etage noch nicht gesehen. Diese Plattform wurde vor wenigen Jahren komplett renoviert und ist heute ein technologisches Wunderwerk. Ein gläserner Aufzug bringt euch die letzten Etagen nach oben, wobei Ihr durch die Decke des Fahrstuhls den Schacht nach oben rasen seht. Sobald sich die Türen öffnen, betretet Ihr einen runden Raum mit bodentiefen Panoramafenstern. Hier oben ist es ruhig, fast schon andächtig. Während es unten auf der 86. Etage oft turbulent zugeht, bietet die 102. Etage eine exklusive, fast private Atmosphäre.
Die Aussicht von hier oben ist phänomenal. Da Ihr euch nun über fast allen anderen Gebäuden befindet, wirkt die Skyline wie ein perfekt arrangiertes Modell. An klaren Tagen könnt Ihr bis zu 130 Kilometer weit sehen – weit hinein nach New Jersey, Connecticut und Pennsylvania. Die Fenster sind so konstruiert, dass sie Spiegelungen minimieren, was sie ideal für Fotos macht, selbst wenn man drinnen ist.
Es ist ein Ort zum Innehalten. Hier oben, über dem „Rauschen“ der Stadt, fühlt man sich vollkommen losgelöst vom Alltag. Es ist der ultimative Punkt für alle, die das Gefühl haben wollen, wirklich an der Spitze der Welt angekommen zu sein. Die Architektur dieser Ebene wirkt modern und futuristisch, ein spannender Kontrast zum historischen Charme des restlichen Gebäudes.

Die besten Tipps für Eure Aussicht
Damit Euer Besuch perfekt wird, solltet Ihr diese Profi-Tricks kennen:
- Ticket-Wahl: Bucht unbedingt im Voraus online, um die langen Schlangen an den Kassen zu umgehen. Ein „Express-Pass“ ist teurer, spart euch aber bei hohem Andrang bis zu zwei Stunden Wartezeit. (Standard-Ticket buchen* | Express-Ticket buchen*)
- Die „Goldene Stunde“: Kommt etwa 45 Minuten vor Sonnenuntergang. So erlebt Ihr das Tageslicht, den dramatischen Himmel und das Lichtermeer der Nacht in einem Besuch.
- Wetter-Check: Prüft vor dem Aufstieg die Sichtverhältnisse. Bei tiefhängenden Wolken steht Ihr sprichwörtlich im Nebel und seht gar nichts – wartet in diesem Fall lieber auf den nächsten Tag.
- Kleidung: Selbst im Hochsommer kann es im 86. Stockwerk durch den Wind empfindlich kühl sein. Nehmt euch immer eine leichte Jacke oder einen Schal mit.
- Pass nutzen: Gerade wenn Ihr richtig viel von New York sehen möchtet, kann sich ein CityPass lohnen. Das Empire State Building ist im New York Explorer Pass*, dem New York CityPASS*, dem New York Essentials Pass* sowie dem New York Pass* enthalten

Mehr als nur Aussicht: Ausstellungen und Erlebnisse
Bevor Ihr überhaupt den Aufzug betretet, werdet Ihr durch eine Reihe von faszinierenden Ausstellungen im 2. und 80. Stock geführt. Hier könnt Ihr in die Geschichte eintauchen:
- The Construction: Lebensgroße Hologramme und Soundeffekte lassen euch nachempfinden, wie es war, auf den schmalen Stahlträgern zu sitzen.
- Kong: In einem speziellen Raum ragen die riesigen Hände von King Kong durch die Wände – ein perfekter Fotospot, bei dem Ihr so tun könnt, als würde euch der Riesenaffe packen.
- Celebrity-Wand: Bestaunt die Fotos von Hunderten berühmten Persönlichkeiten, die diesen Ort bereits besucht haben.

Wie komme ich zum Empire State Building?
Das Empire State Building liegt im Herzen von Midtown Manhattan (20 West 34th Street) und ist quasi unmöglich zu verfehlen. Die Anreise ist denkbar einfach, da fast alle Wege in New York hier zusammenlaufen. Am bequemsten erreicht Ihr es mit der U-Bahn: Nutzt die Linien B, D, F, M, N, Q, R oder W bis zur Station 34th Street – Herald Square. Von dort aus seid Ihr nach nur zwei Minuten Fußweg direkt am Eingang.
Wenn Ihr mit dem Bus kommt, halten die Linien M5, M7, M34 und Q32 fast direkt vor der Tür.
Kleiner Tipp: Nutzt die Gelegenheit und spaziert ein paar Blöcke von der Grand Central Station oder dem Times Square herüber – so saugt Ihr das typische New York Flair direkt auf, bevor Ihr in die Höhe gleitet.

Kurioses: Wusstet Ihr schon…?
Das Empire State Building steckt voller Überraschungen, die man auf den ersten Blick gar nicht sieht:
- Blitzableiter Deluxe: Das Gebäude wird im Durchschnitt etwa 23 Mal pro Jahr vom Blitz getroffen. Es fungiert quasi als riesiger Schutzschild für die Nachbarschaft.
- Postleitzahl-Privileg: Das Gebäude ist so groß, dass es seine ganz eigene Postleitzahl hat: 10118.
- Das vergessene Gold: Tief im zweiten Untergeschoss versteckt sich ein ehemaliger Banktresor. Er gehörte einst der Empire Trust Company und erinnert heute an die Zeiten, als das Gebäude nicht nur Touristenmagnet, sondern auch ein massives Finanzzentrum war.
- Die geheime 103. Etage: Während für die meisten Besucher im 102. Stock Schluss ist, gibt es darüber noch die 103. Etage. Sie ist über eine schmale Treppe erreichbar und eigentlich nur für VIPs oder Wartungspersonal zugänglich. Dort oben gibt es keinen hohen Schutzzaun, sondern nur eine niedrige Brüstung – nichts für schwache Nerven!
- Parkplatz für Luftschiffe: Die markante Spitze des Gebäudes war ursprünglich als Andockstation für Zeppeline geplant. Die Vision: Reisende sollten in 380 Metern Höhe über eine Laufplanke aussteigen. Nach einigen gefährlichen Versuchen mit starken Winden wurde das Projekt jedoch als lebensgefährlich eingestuft und aufgegeben.
- König der Wolkenkratzer: Ganze 40 Jahre lang (von 1931 bis 1972) hielt das Empire State Building den Titel als höchstes Gebäude der Welt. Erst mit dem Bau des World Trade Centers musste es die Krone abgeben, blieb aber im Herzen der New Yorker immer die Nummer eins.
- Das Flugzeugunglück von 1945: Ein dramatisches Kapitel ereignete sich am 28. Juli 1945, als ein B-25 Bomber im dichten Nebel in die 79. Etage einschlug. Erstaunlicherweise hielt die Struktur des Gebäudes stand, und es konnte bereits zwei Tage später in den unteren Etagen wieder gearbeitet werden.
- Die Frau, die zweimal Glück hatte: Bei besagtem Flugzeugabsturz wurde die Fahrstuhlführerin Betty Lou Oliver schwer verletzt. Als man sie retten wollte, rissen die Tragseile ihres Evakuierungs-Fahrstuhls. Sie stürzte 75 Stockwerke tief in die Tiefe – und überlebte wie durch ein Wunder, da die gerissenen Kabel am Boden des Schachts wie eine Feder wirkten.
- Ein Club für Verliebte: Wer sich traut, am Valentinstag im Empire State Building den Bund fürs Leben zu schließen, wird Teil eines exklusiven Zirkels. Paare, die hier heiraten, erhalten traditionell lebenslangen freien Eintritt zur Aussichtsplattform an ihrem Hochzeitstag.
- Treppenlauf: Jedes Jahr findet der “Empire State Building Run-Up” statt. Die Schnellsten stürmen die 1.576 Stufen bis zum 86. Stockwerk in weniger als 10 Minuten.
- Vogel-Radar: Während der Zugzeit der Vögel schaltet das Gebäude manchmal die Lichter aus, um die wandernden Tiere nicht zu verwirren.

Kulinarische Entdeckungen in der Nachbarschaft
Das Empire State Building selbst ist für das Erlebnis da, weniger für das Essen. In der unmittelbaren Umgebung gibt es jedoch wunderbare Möglichkeiten, den Tag ausklingen zu lassen oder sich zu stärken:
- Keens Steakhouse: Nur ein kurzes Stück zu Fuß entfernt, ist dies eine Institution. Wenn ihr in einer urigen, historischen Atmosphäre ein erstklassiges Steak genießen wollt, seid ihr hier richtig. Die Wände sind mit Tausenden von Tonpfeifen bedeckt – Geschichte zum Anfassen.
- Friedman’s: Wenn ihr es etwas moderner und ungezwungener mögt, bietet dieses Lokal eine exzellente, bodenständige Küche, die perfekt für ein spätes Mittag- oder Abendessen geeignet ist.
- Culture Espresso: Für den schnellen Kick zwischendurch findet ihr hier einen der besten Espressos der Stadt – ideal, um sich nach dem Trubel auf der Plattform wieder zu sammeln.

Wo Ihr schlafen solltet: Hotels mit Stil
Wenn ihr in der Nähe des Epizentrums wohnen wollt, habe ich hier drei Empfehlungen für euch, die Komfort und Lage perfekt kombinieren:
- The Langham, New York, Fifth Avenue*: Luxus pur. Das Hotel liegt so nah am Empire State Building, dass ihr euch fast schon wie ein Nachbar fühlt. Der Service ist exzellent und die Zimmer bieten oft einen fantastischen Blick auf das Gebäude selbst.
- Archer Hotel New York*: Ein stylisches Boutique-Hotel mit einer unglaublich coolen Dachterrasse. Von hier aus habt ihr einen der besten Ausblicke auf die beleuchtete Spitze des Empire State Buildings, während ihr einen Cocktail schlürft.
- Hotel Giraffe*: Wer es etwas intimer und stilvoller mag, wird dieses Hotel lieben. Es liegt etwas südlich, ist aber ein idealer Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden, ohne im absoluten Touristen-Chaos zu versinken.

Fazit – Warum das Empire State Building auf jeden Fall auf Eure Bucket-Liste muss
Ein Besuch im Empire State Building ist weit mehr als eine Sehenswürdigkeit auf eurer To-do-Liste; es ist eine Begegnung mit dem Geist einer ganzen Metropole. Wenn ihr dort oben steht, über den Dächern von New York, verblasst der Lärm der Straßen, und was bleibt, ist Ehrfurcht. Ihr werdet Zeugen eines architektonischen Wunders, das trotz des rasanten Wandels der Zeit seine Würde und Eleganz bewahrt hat. Nehmt euch die Zeit, die Details zu betrachten – die Ornamente in der Lobby, das warme Leuchten der Fassade bei Nacht, die Weite des Horizonts, der sich bei gutem Wetter bis nach New Jersey erstreckt.
Wenn ihr diesen Ort verlasst, werdet ihr ein Stück dieses New Yorks mitnehmen. Es ist dieses Gefühl von „Alles ist möglich“, das in der Luft liegt. Ob ihr den Sonnenuntergang genießt, ein spätes Abendessen in der Umgebung plant oder einfach nur in einem der empfohlenen Hotels die Aussicht auf die Skyline genießt – ihr werdet verstehen, warum dieses Gebäude seit Jahrzehnten die Herzen von Millionen Menschen weltweit erobert hat. Verpasst diesen Moment nicht. Es ist eure Zeit, über den Dächern von Manhattan zu stehen und den Puls der Welt zu spüren.

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