New York City ist eine Stadt, die niemals schläft, aber vor allem ist sie eine Stadt, die man von oben gesehen haben muss. Wenn ihr die Reise in den Big Apple antretet, steht ihr unweigerlich vor der Qual der Wahl: Welche Aussichtsplattform soll es sein? Während das Empire State Building der Klassiker ist und der Summit One Vanderbilt mit modernem Spektakel lockt, gibt es einen Ort, der seit Jahrzehnten das Herz der Besucher stiehlt – das Top of the Rock im Rockefeller Center. Warum? Weil ihr von hier aus den wohl ikonischsten Blick der Welt habt: Das Empire State Building thront direkt vor eurer Nase, eingerahmt von der restlichen Skyline Manhattans.
Ein Besuch auf dem Rockefeller Center ist mehr als nur eine Fahrt mit dem Fahrstuhl. Es ist eine Reise in die Art-déco-Geschichte der 1930er Jahre, ein Spaziergang durch ein “Stadt-in-der-Stadt”-Konzept und das Gefühl, dem Trubel der 5th Avenue für einen Moment zu entfliehen, um über den Dingen zu stehen. Ob ihr den Sonnenuntergang über dem Hudson River beobachtet oder die glitzernden Lichter der Stadt bei Nacht bewundert – das Erlebnis ist unvergesslich. In diesem ausführlichen Guide erfahrt ihr alles, was ihr für euren Besuch wissen müsst: von der Ticketbuchung über die besten Fotospots bis hin zu den kleinen Geheimnissen, die diesen Ort so besonders machen. Schnallt euch an, wir fahren in den 70. Stock!
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Das Rockefeller Center: Ein Meisterwerk der Architektur
Bevor ihr den Aufzug betretet, lohnt es sich, einen Moment innezuhalten und das Gebäude selbst zu betrachten. Das Rockefeller Center ist kein einzelnes Haus, sondern ein Komplex aus 19 Gebäuden, der von John D. Rockefeller Jr. während der Weltwirtschaftskrise errichtet wurde. Es war das größte private Bauprojekt der modernen Geschichte.
Das Herzstück ist das 30 Rockefeller Plaza (kurz “30 Rock”), in dem sich die Aussichtsplattform befindet. Ihr bewegt euch hier auf historischem Boden. Das berühmte Foto der Bauarbeiter, die auf einem Stahlträger in schwindelerregender Höhe ihr Mittagessen einnehmen (“Lunch atop a Skyscraper”), entstand genau hier während der Errichtung des Gebäudes im Jahr 1932.

Der Weg nach oben: Das Erlebnis beginnt
Euer Abenteuer startet im Untergeschoss des 30 Rockefeller Plaza. Schon der Eingangsbereich ist beeindruckend gestaltet. Wenn ihr eure Tickets (die ihr idealerweise vorab online reserviert habt) vorzeigt, beginnt ein kuratierter Rundgang.
- Die Ausstellung: Ihr durchlauft eine Galerie, die die Geschichte des Centers und des visionären John D. Rockefeller Jr. erzählt. Es ist faszinierend zu sehen, wie dieser “Art-déco-Palast” inmitten einer Wirtschaftskrise entstand.
- Der Mezzanin-Bereich: Hier findet ihr oft interaktive Displays und die Möglichkeit, das obligatorische Touristenfoto auf einem (nachgestellten) Stahlträger zu machen.
- Die Sky Shuttle Aufzüge: Das ist der erste echte Adrenalinkick. Die Fahrstühle bringen euch in weniger als einer Minute in den 67. Stock. Achtet unbedingt auf die Decke des Aufzugs! Sie ist aus Glas, und während der Fahrt nach oben seht ihr Lichteffekte und bekommt einen Eindruck von der rasanten Geschwindigkeit, mit der ihr den Schacht hinaufschießt.

Die drei Ebenen der Aussichtsplattform
Das Besondere am Top of the Rock ist, dass sich die Plattform über drei Etagen verteilt, die jeweils einen anderen Fokus bieten.
Die 67. Etage
Hier findet ihr einen großzügigen Innenbereich, was besonders an kalten oder windigen Tagen angenehm ist. Durch riesige Panoramafenster könnt ihr bereits die Stadt bestaunen. Es gibt hier auch Sitzgelegenheiten und den “Radiance Wall”, eine Wand aus Glaspanelen und Kristallleuchten von Swarovski.
Die 69. Etage
Diese Ebene ist komplett unter freiem Himmel, aber durch hohe Sicherheitsglasscheiben geschützt. Das Tolle hier: Die Scheiben haben kleine Lücken, durch die ihr eure Kamera stecken könnt, um reflexionsfreie Fotos zu schießen. Hier habt ihr 360-Grad-Ansichten, die euch den Atem rauben werden.
Die 70. Etage (Das Highlight)
Dies ist die oberste Terrasse, und sie ist das Alleinstellungsmerkmal des Top of the Rock. Es gibt hier kein Glas und keine Gitter. Ihr steht auf einer offenen Plattform und habt eine völlig freie Sicht in alle Himmelsrichtungen. Wenn ihr hier oben steht und der Wind euch um die Nase weht, während ihr auf den Central Park oder das Empire State Building blickt, versteht ihr, warum dieser Ort so beliebt ist.

Was ihr von oben sehen könnt: Die Highlights
Die Aussicht vom Top of the Rock gilt als die “fotogenste” der Stadt. Hier ist ein Überblick, worauf ihr achten solltet:
- Blick nach Süden (Downtown): Das absolute Postkartenmotiv. Ihr seht das Empire State Building in seiner vollen Pracht. Dahinter ragen das Chrysler Building (teilweise verdeckt, aber erkennbar) und in der Ferne das One World Trade Center auf. Bei klarer Sicht könnt ihr sogar die Freiheitsstatue im Hafen von New York entdecken.
- Blick nach Norden (Uptown): Hier breitet sich der riesige Central Park vor euch aus. Besonders im Herbst, wenn die Bäume bunt sind, oder im Winter bei Schnee ist dieser Anblick magisch. Ihr seht außerdem die markanten neuen “Pencil Towers” (die extrem schmalen Luxus-Wohnwolkenkratzer) an der Billionaires’ Row.
- Blick nach Osten & Westen: Ihr seht den East River, den Hudson River und die Brücken, die Manhattan mit Brooklyn und Queens verbinden.
- Insider-Guides mit Karten für Manhattan, Brooklyn, Queens, Bronx und Staten Island
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Die beste Besuchszeit: Wann solltet ihr gehen?
Die Wahl der Uhrzeit bestimmt maßgeblich euer Erlebnis. Hier sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Tageszeiten:
Der frühe Vogel (Morgens zwischen 8:00 und 10:00 Uhr)
Wenn ihr Menschenmassen hassen und in Ruhe fotografieren wollt, solltet ihr so früh wie möglich kommen. Das Licht ist klar, und die Wartezeiten an den Aufzügen sind minimal.
Die “Golden Hour” (Sonnenuntergang)
Dies ist die beliebteste Zeit. Ihr seht die Stadt bei Tageslicht, erlebt, wie die Sonne hinter dem Hudson River versinkt und wie langsam die Lichter der Wolkenkratzer angehen. Achtung: Für diese Zeitfenster müsst ihr oft einen Aufpreis (ca. 10–15 $) zahlen, und es wird sehr voll auf den Plattformen. Bucht diese Tickets Wochen im Voraus*!
New York bei Nacht
Nach 21:00 Uhr wird es wieder ruhiger. Die Stadt unter euch funkelt wie ein Teppich aus Diamanten. Der Nachteil ist natürlich, dass ihr den Central Park kaum seht, da dieser nachts eine dunkle, schwarze Fläche ist. Aber der Blick auf das beleuchtete Empire State Building ist unschlagbar.

Praktische Tipps für euren Besuch
Damit euer Ausflug reibungslos verläuft, haben wir hier einige Profi-Tipps zusammengestellt:
- Online-Tickets sind Pflicht: Kauft eure Tickets vorab* auf der offiziellen Website oder nutzt einen der New York City Pässe (wie den New York CityPASS* oder den Explorer Pass*). Ihr spart euch das Anstehen an der Kasse und sichert euch euer Wunsch-Zeitfenster.
- Wetter-Check: Prüft am Morgen eures Besuchs die Wettervorhersage. Bei tiefhängenden Wolken oder dichtem Nebel seht ihr oben buchstäblich nichts außer Weiß. Die Tickets sind meist zeitgebunden, aber bei extremem Wetter ist das Personal manchmal kulant für Umbuchungen.
- Kleidung: Oben auf der 70. Etage ist es immer deutlich windiger und kälter als unten auf der Straße. Nehmt euch selbst im Sommer eine leichte Jacke mit.
- Sicherheitskontrolle: Plant Zeit für den Security-Check ein. Große Rucksäcke oder professionelle Stative sind meist nicht erlaubt. Handtaschen und normale Rucksäcke sind okay.
- The Beam Experience: Seit kurzem gibt es eine neue Attraktion auf der 69. Etage. Ihr könnt euch auf einen nachgebauten Stahlträger setzen, der in die Luft gehoben und gedreht wird – eine Hommage an das berühmte Foto von 1932. Ein toller Nervenkitzel für Schwindelfreie (kostet extra!).

FAQ – Häufig gestellte Fragen
Das Rockefeller Center Umfeld: Was gibt es noch zu sehen?
Ein Besuch auf dem Top of the Rock lässt sich perfekt mit anderen Sehenswürdigkeiten im Komplex verbinden:
- The Rink: Im Winter könnt ihr auf der berühmten Eisbahn Schlittschuh laufen, direkt unter der goldenen Prometheus-Statue.
- Der Christmas Tree: Von Ende November bis Anfang Januar steht hier der wohl berühmteste Weihnachtsbaum der Welt.
- Radio City Music Hall: Nur einen Block entfernt liegt dieses legendäre Theater. Ihr könnt dort eine “Stage Door Tour*” machen.
- NBC Studios: Hier werden Shows wie “Saturday Night Live” oder “The Tonight Show starring Jimmy Fallon” aufgezeichnet. Es gibt geführte Touren durch die Studios.
- Channel Gardens: Der wunderschön bepflanzte Weg von der 5th Avenue hinunter zum unteren Platz (Lower Plaza) bietet je nach Jahreszeit unterschiedliche Blumenarrangements und Skulpturen.

Fazit – Entdeckt das Rockefeller Center für Euch
Ein Trip nach New York ohne einen Besuch auf einer Aussichtsplattform ist wie ein Besuch in Italien ohne Pasta – es fehlt einfach das Wesentliche. Das Top of the Rock bietet euch dabei die vielleicht ehrlichste und schönste Perspektive auf Manhattan. Es verbindet den historischen Charme der 1930er Jahre mit einem modernen Besuchererlebnis, das weniger gehetzt wirkt als bei manch anderer Konkurrenz.
Dass ihr auf der obersten Ebene ganz ohne Glasbarriere stehen könnt, macht den entscheidenden Unterschied für das Gefühl von Freiheit und für eure Urlaubsfotos. Ihr schaut nicht nur auf die Stadt, ihr fühlt euch als Teil von ihr. Ob ihr nun den weiten Blick über das Grün des Central Parks genießt oder beobachtet, wie das Empire State Building im Abendlicht zu leuchten beginnt – diese Momente bleiben im Gedächtnis. Packt eure Kamera ein, bucht eure Tickets rechtzeitig und macht euch bereit für einen Ausblick, der euch garantiert ein “Wow” entlocken wird. New York liegt euch hier buchstäblich zu Füßen!

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